Wirksamkeit kosteneffizienter Präventionsmaßnahmen gegen Fischotterschäden an Teichanlagen
Die Rückkehr des Fischotters ist ein Erfolg für den Naturschutz – stellt die Teich- und Fischereiwirtschaft jedoch vor große Herausforderungen. Zunehmende Schäden an Teichanlagen führen zu wirtschaftlichen Belastungen und verschärfen Konflikte zwischen Naturschutz und Nutzung. Gleichzeitig fehlt bislang eine belastbare, wissenschaftlich fundierte Grundlage, um wirksame und zugleich praktikable Lösungen zu entwickeln. Genau hier setzt unser Projekt an. Ziel ist es, fundiertes Wissen bereitzustellen, das hilft, Schäden wirksam zu reduzieren und gleichzeitig den Schutz des Fischotters zu gewährleisten. Im Mittelpunkt steht die Entwicklung praxistauglicher Maßnahmen, die unter realen Bedingungen funktionieren und für Betriebe wirtschaftlich umsetzbar sind.
Dafür kombinieren wir wissenschaftliche Methoden mit der Praxis. Ein Kameramonitoring soll Einblicke in das Verhalten und die Dynamik von Fischottern rund um Teichanlagen liefern. Ergänzt werden soll dies durch genetische Analysen von Kotproben, die Informationen zu Individuen und Populationen liefern. Darauf aufbauend möchten wir gezielt verschiedene Schutzmaßnahmen untersuchen. Im Fokus stehen insbesondere kosteneffiziente Zauntypen, die unter kontrollierten Bedingungen getestet und anschließend im Freiland überprüft werden. Zusätzlich prüfen wir alternative, nicht-letale Maßnahmen wie Vergrämung, um herauszufinden, ob und wann sie sinnvoll eingesetzt werden können. Ziel ist es, praktikable Lösungen zu entwickeln, die sowohl wirksam als auch für die Betriebe wirtschaftlich tragbar sind. Das Projektgebiet sind die Teichlandschaften im Osten Bayerns, insbesondere in den Regierungsbezirken Oberpfalz, Oberfranken und Niederbayern.
Langfristig soll das Projekt dazu beitragen, eine tragfähige Balance zwischen dem Schutz des Fischotters und den Interessen der Teichwirtschaft zu ermöglichen. Eine solche Koexistenz kann nur gelingen, wenn Maßnahmen nicht nur ökologisch sinnvoll, sondern auch praktisch umsetzbar und gesellschaftlich akzeptiert sind.
Das Projekt wird finanziert durch das Bayrische Landesamt für Umwelt.
Bei Interesse am Thema oder an einer Kooperation im Rahmen des Projektes kontaktieren Sie uns gerne.